Ratgeber Teerseife

Ratgeber Teerseife

Teerseife ist ein Naturkosmetikprodukt. Hergestellt und verwendet wird Teerseife vor allem in Russland und in den skandinavischen Ländern sowie in der Türkei und auch in Mexiko.

Hergestellt wird diese Seife aus natürlichen Birkenteer oder aus Kiefernholz. Teerseife mit Birkenteer, Wachholderteer oder Kiefernteer kann im Fachhandel zwar auch gekauft werden – die Seife lässt sich aber auch einfach selbst herstellen. Teerseife enthält keine schädlichen Substanzen, so dass die Anwendung auch Schwangeren und Stillenden gestattet ist.

Für viele Schwangere und Stillende kann so die Teerseife zu einem guten Ersatz werden, weil sie häufig bei chronischen Hauterkrankungen die ihnen normalerweise verordneten cortisonhaltigen Präparate wegen der Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden können.

Seife aus Birkenteer

Der Birkenteer – das Grundmaterial für die Teerseife – wird durch eine trockene Destillation aus Wurzeln, aus Rinde und aus Birkenkohle gewonnen.

Es handelt sich hier um eine Herstellungsweise, wie sie schon in der Steinzeit verwendet wurde. Denn schon damals wussten die Menschen, dass Teerkohle sehr effektiv bei Hauterkrankungen wirkt.

Dem Teer aus Birkenwurzeln etc. wird für die Herstellung der Teerseife noch Kamillentee, Olivenöl, BIO-Kokosöl sowie Rizinusöl, Traubenkernöl und Mangobutter, wie auch Distelöl beigemischt. Der Geruch von dieser Naturseife ist sehr intensiv.

Die Teerseife duftet nach verbrannten Birkenholz – nicht aber nach frisch geteerter Straße, wie das viele denken.

Jeder der diese Naturseife anwenden möchte, muss für sich entscheiden, ob er die Seife schon am Morgen vor dem Gang ins Büro verwendet und damit die Riechorgane seiner Kollegen beglückt.

Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, sollte die Naturseife nur am Abend verwenden. Denn der Duft bleibt schon einige Zeit nach der Anwendung im Haar bzw. auf der Haut haften.

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Seife aus Kiefernteer

Statt aus Birkenteer wird in einigen Regionen im Norden Europas bzw. in Asien Teerseife aus Kiefernholz hergestellt. Hergestellt wird diese Teerseife ebenfalls nach traditionellen Methoden, ganz ohne Chemikalien.

Die Herstellung von Kiefernteer Seife geschieht in kleinen Mengen. Diese Seife hat einen sehr starken Eigengeruch hat – nach Kiefernholz eben. Dennoch wird für die Seifenherstellung noch der eine oder andere Duftstoff beigemischt.

Der letztliche einzigartige Duft ist sehr herb und erinnert an Dorfleben, Birkenessig und Banja.

Bei Kiefernteer selbst handelt es sich um einen Baumsaft. Dessen Gewinnung geschieht über einen Zapfhahn, der direkte in die Kiefern gestochen wird. Bis sich in einem Gefäß der Kiefernteer angesammelt hat, dauert es ca. 4 bis 5 Tage.

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Seife aus Wachholderteer

Die orientalische Variante der Teerseife wird auch Wachholderteer hergestellt. Für deren Herstellung werden Olivenöl, Kokosnussöl, aber auch Kakaobutter sowie Tannenteer und Wachholderteer und Rizinusöl. Der Wachholderteer Anteil liegt hier bei ca. 10 Prozent. Der Anteil des Olivenöls macht 80 Prozent aus. Das Produkt enthält keine Allergene, kein Parfüm, auch keine Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe.

Teerseife wird ebenfalls in Mexiko hergestellt. Allerdings aus Steinkohle. Ihre Verwendung ist in der EU nicht erlaubt. Denn Steinkohle steht im Verdacht krebserregend zu sein. Und selbst in Mexiko ist die Anwendung dieser Seife nur für äußerliche Anwendungen empfohlen.

Anwendungsgebiete Teerseife

Teerseife ist wenn man so möchte ein Breitbandpräparat – eben auf ganz natürlicher Basis. Denn die in Teerseife enthaltenen Wirkstoffe können bei vielen Erkrankungen helfen. Vor allem zum Einsatz kommen kann Teerseife, wenn ein Juckreiz der Haut den Menschen das Leben schwer macht. Teerseife kann daher für die Behandlung von

  • Ekzemen
  • Akne
  • Schuppen
  • Mykose
  • Krätze
  • Seborrhoe
  • Nesselsucht
  • Neurodermitis
  • Psoriasis

zum Einsatz gebracht werden.

Darüber hinaus wirkt Teerseife auch hervorragend gegen Fußgeruch und Achselhöhlengeruch.

Hervorragend Eigenschaften und intensive Wirkung

Teerseife hat – je nachdem woher sie stammt und welche Zutaten für die Herstellung verwendet wurden, einen sehr intensiven Geruch.

Auch die Eigenschaften der Teerseife sind abhängig von den Zutaten. Grundsätzlich hat Teerseife eine sehr intensive Wirkung auf die Haut. Denn dank der Seife wird die Haut gründlich und antibakteriell gereinigt.

Teerseife ist auch antiseptisch und daher sehr wirksam bei der Zerstörung von Mikroben. Gleichzeitig hat Teerseife auch die Eigenschaft, dass sie in der Lage ist juckende Haut zu beruhigen. Aus diesem Grund ist Teerseife ideal für eine Behandlung von verschiedenen Hauterkrankungen, bei der es zu Reizungen und zur Bildung von Ekzemen kommt. Teerseife kann sowohl bei akutem Juckreiz und auch bei chronischen Hauterkrankungen eingesetzt werden.

Die Wirksamkeit von Teer bzw. Teerseife kannte man schon in der Steinzeit. Schon damals von den Steinzeitmenschen wurde Teerseife für die Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt.

Dank Teerseife verbessert sich auch die Durchblutung. Dies wiederum hemmt Haarausfall. Auch die Wundheilung wird dank der Anwendung von Teerseife auf den wunden Hautstellen beschleunigt. Zudem regelt Teerseife auch die Arbeit der Talgdrüsen.

Teerseife wirkt bei der Behandlungen von Hauterkrankungen folgendermaßen: Die Seife reizt erst einmal die Haut, regt damit also den Entzündungsprozess erst einmal neu an. Dies bewirkt, dass das Ekzem die Möglichkeit erhält richtig abzuheilen. Teerseife hat gleichzeitig aber auch eine pflegende Wirkung.

Anwendungshinweise

Im Vergleich zu anderen Seifen trocknet Teerseife die Haut nicht aus. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Anwendung der Seife unbedenklich.

Von einer täglichen Anwendung wird jedoch abgeraten. Gegen eine Verwendung der Seife jeden zweiten Tag spricht jedoch nichts. Für die Anwendung muss die Teerseife nur angefeuchtet werden. Auf diese Weise fängt die Seife an zu schäumen.

Angewandt werden kann die Teerseife im Gesicht, im Dekolletee-Bereich und zum Haare waschen. Nach der Anwendung sollte eine feuchtigkeitsspendende Creme aufgetragen werden.

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